Die Regierungsratskandidatinnen Beatrice Simon (BDP), Barbara Egger (SP) und Alexandra Perina-Werz (CVP) äussern sich zu Fragen der Sicherheit in den Bereichen Verkehr und Energie. Anschliessend besteht für das Publikum die Möglichkeit, allgemeine Fragen zu stellen.
Podium mit den Regierungsratskandidatinnen 2010
Andrea Rüfenacht, Vizepräsidentin F&P sowie SP-Grossratskandidatin begrüsst die 3 Podiumsteilnehmerinnen: Beatrice Simon, BDP; Alexandra Perina-Werz, CVP und Barbara Egger-Jenzer, SP sowie die ca. 25 anwesenden ZuhörerInnen.
Nach einleitenden Worten zum neuen Jahresprogramm „FRAU MACHT SICHERHEIT“ übergibt sie das Wort Irene Harnischberg, Journalistin und Vorstandsmitglied F&P, welche nach einer Vorstellungsrunde das Podium mit der Einstiegsfrage „Was fällt Ihnen spontan zum Thema Sicherheit ein?“ eröffnet. Soziale Sicherheit, Sicherheit im öffentlichen Raum sowie Verkehrs- und Energiesicherheit werden von den Kandidatinnen genannt und mittels konkreten Alltagssituationen illustriert.
Die Bernerinnen und Berner leben in Städten, Agglomerationen und auf dem Land. Die Mobilität nimmt zu – das Verkehrsaufkommen auch. So stellt sich die Frage, wo die Probleme und Chancen beim Verkehr geortet werden. Den Individualverkehr könnten die Zentren nicht mehr schlucken, so dass es zum Crash kommen werde. Das ungebremste Wachstum wird von allen Podiumsteilnehmerinnen als Problem erachtet: die Wege vom Wohn- zum Arbeitsort aber auch der stetig steigende Freizeitverkehr würden besonders ins Gewicht fallen. Die Zusammenarbeit mit dem Bund als Geldgeber und das Umsteigen auf sanfte Mobilität seien zentral.
Auch der Energieverbrauch nimmt stetig zu. Wo liegen hier die Probleme und mit welchen Mitteln können sie bekämpft werden, möchte die Moderatorin im weitern wissen. Gebäudeenergieeffizienz, Alltagsbewusstsein beim Verbrauch gerade im Elektrobereich, Ausbau von erneuerbaren Energien und dezentrale Versorgung werden diskutiert. Da sei nicht nur Aufklärungsarbeit nötig, sondern auch das vermehrte Schaffen von Anreizen, um das heute häufig verbreitete egoistisches Verhalten aufzufangen. Die ZuhörerInnen anhand des einprägsamen Bildes des „bröckelnden Eigers“ daran darauf aufmerksam gemacht, dass Energiepolitik letztlich auch Umwelt- und vielleicht in letzter Konsequenz sogar Migrationspolitik ist.
In zwei Monaten finden die Wahlen statt. Es ist bekannt, dass der Frauenanteil der Kandidierenden wieder leicht gesunken ist. F&P hat zusammen mit der kant. Gleichstellungskommission und der Fachstelle für die Gleichstellung von Frau und Mann über 2,5 Jahre verteilt, 5 Weiterbildungsmodule für Grossratskandidatinnen angeboten (Fit fürs Rathaus). Von den 27 Teilnehmerinnen, kandidieren nun die Hälfte für den Grossrat. Abschliessend möchten wir deshalb wissen, was die Regierungsratskandidatinnen (und ihre Parteien) dafür tun, dass vermehrt Frauen gewählt werden? Die Kandidatinnen waren sich einig, dass Vorbildsein und Aufzeigen, dass Politik zwar keine Wohlfühloase sei, aber auch Spass mache, da Frau damit aktiv die Zukunft der Gesellschaft mit gestalten könne. Austausch unter Frauen aller politischen Couleurs, Solidarität unter einander und konkrete Mentorinnenprogramme würden Frauen stärken – gerade auch in Zeiten von Niederlagen oder Angriffen, wo dicke Haut verlangt werde.
Vor dem Vernetzungsapéro haben die 3 Kandidatinnen Publikumsfragen u.a. zu Steuerfragen und der Sozialhilfe beantwortet.
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