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Veranstaltungsbericht: Frauen, Geld und Macht – gestern und heute

Anlässlich der Hauptversammlung von Frau & Politik fand ein Referat mit anschliessender Diskussion zum Thema „Frauen – Geld – Macht“ im Casino Bern statt. Es referierte Daniela M. Haussener-Ghielmetti, Präsidentin von SLIC Bern (Smart Ladies’ Investment Club). Eine Zusammenfassung des Referats vom 24. März 2009 finden Sie unten im Anhang.

Geld und Macht für Frauen heute

In diesem Kapitel habe ich die Statistiken herbeigezogen und die daraus resultierenden Fakten.
(Siehe u.a. „Bundesamt für Statistik“, Studie der Allianz Versicherung, „das Schwarzbuch zur Lage der Frauen“ von Christine Ockrent). Fazit: Der Wunsch nach finanzieller Unabhängigkeit ist für immer mehr Frauen ein Ziel. Geld bedeutet für Frauen Sicherheit, Autonomie und stärkt das Selbstbewusstsein.

Hatten Frauen jemals Macht?
Ich erkläre das Wort Macht und stelle fest, dass die patriarchale Macht eine ganz andere Definition hat als die vorpatriarchale Macht. Und was heisst Patriarchat? Macht, wie wir sie verstehen und kennen, ist eine patriarchale Macht. Eine Macht, welche sich nicht auf das Leben einlässt, sondern es durch alle möglichen FortSchritte hinter sich lässt. (Siehe Claudia von Werlhof , in Matriaval 2009, S. 20).

Frauen und Macht gestern
Bei diesem Thema werde ich einen kurzen Abriss der Menschheitsgeschichte aufzeigen. Um die Wege zur Geschichte der Frauen wiederzufinden, braucht es die Archäologie, Anthropologie, Ethnologie, Mythologie und Soziologie. Die Forscherinnen Marija Gimbutas (1921-1994), Professorin für europäische Archäologie an der Universität in Los Angeles, und Marie König (1899-1988), Urgeschichtsforscherin, haben durch die FrauenSichtweise ganz andere Ergebnisse bei ihren Forschungen erhalten als männliche Forscher. Zum Beispiel die Zeit der Göttinverehrung, welche über mehrere Jahrtausende dauerte und von der offiziellen Geschichtsschreibung verschwiegen wird. Alle wesentlichen Entwicklungen der Zivilisation entstanden in dieser Epoche ohne organisierter Gewalt.

Die sukzessive Entmachtung der Frauen
Nach Marija Gimbutas haben die wiederholten Erschütterungen und Eroberungszüge durch Gruppen der KurganKultur, zwischen 4300 und 2800 v. Chr., der Kultur des alten Europa ein Ende gesetzt. Hier zeige ich in geschichtlichem Ablauf, das Auf und Ab der Rechte der Frauen. Nicht nur rechtlich wurden Frauen entmündigt, auch körperlich wird dies sichtbar gemacht. Die Rechte und die Pflichten, welche damals für die Frauen bestimmt wurden, hatten einen ausschlaggebenden Grund: die Sicherstellung der Vaterschaft. Diese spielte bis zu dieser Zeit keine Rolle, aber bildet bis heute die Stütze des Patriarchats.

Die Erfindung des Geldes
Diese fällt in die Zeit, als die patriarchale Gesellschaftsform an festen Boden gewonnen hatte. Die ersten Münzen wurden von den Lydern, ein indogermanisches Volk, um 650-600 v. Chr. geschlagen. In diesem Kapitel geht es um das Geld als Tauschmittel und seine Begründung.

Frauen und Geld
In unserem Gesellschaftssystem gab und gibt es immer wieder exponierte Frauen mit Bedeutung und Macht. Diese werden aber von der Geschichtsschreibung weitgehend ignoriert. Alle anderen Frauen lebten anonym, den Männern untergeordnet. Hier zeige ich auf, dass es am wiederkehrenden Selbstbewusstsein von uns Frauen liegt, unsere
eigene Geschichte zu suchen und aufzuschreiben. Seit dem Mittelalter haben wir wenige Zeugnisse der Geschichte der Frauen. Damit versuche ich das Verhältnis von Frauen und Geld bis zum heutigen Tag aufzuzeigen. (Siehe „Die verborgene Geschichte der Frauenarbeit eine Bildchronik“ von Anke Wolf-Graf und „Frauen, ein historisches Lesebuch“ von Andrea von Dülmen).

Frauen, Geld und Macht in einer Gesellschaft im Gleichgewicht

Bei diesen Völkern gilt nicht das ICH sondern das WIR. In ihrer Sprache fehlen die Wörter für Vater, Krieg, Jungfrau, Witwe, Waise, Alleinerziehend, Eifersucht, Altersheim. In diesem Kapitel zeige ich, am Beispiel des ökonomischen Bereichs im heutigen Juchitan, wie eine Gesellschaft im Gleichgewicht organisiert ist. (Siehe „Juchitan Stadt der Frauen“ von Prof. Veronika Bennholdt-Thomsen).

Schlussfolgerung

Diese bezieht sich auf Gedankengänge von Dr. Christa Mulack (zum Beispiel„Vom Unwert zum Mehrwert der Mutterschaft“) und Kirsten Armbruster („Starke Mütter verändern die Welt“), welche ich in meine Schlussfolgerung miteinbeziehe. (Siehe die Filme „We feed the world“ und „Lets make money“).
 

Autorin: Daniela M. Haussener-Ghielmetti

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